Hamba kakuhle- 3 Monate in Südafrika

 
15März
2014

Mein letztes Wochenende in Strand, 14.-15. März

Meine letzten beiden Tage mit Sarah, Yvonne und Katrin standen an und für eine von uns gab es noch ein wahres Highlight des Südafrikaaufenthalts: Yvonne hatte sich zum Fallschirmspringen angemeldet und wir fuhren um 8 Uhr morgens mit unserem Auto los, um pünktlich um halb 11 am Skydiving Airport außerhalb von Kapstadt zu sein. Da wir in keinen Stau kamen und alles direkt gefunden haben, waren wir schon um 9:50 Uhr vor Ort und Yvonne musste glücklicherweise keine ganze Stunde mehr warten, sondern wurde direkt auf ihren Sprung vorbereitet, indem ihr Tandem-Partner sich vorstellte und kurz erklärte, wann sie die Arme ausbreiten und die Beine anziehen sollte, also alles ganz easy ;). Nach 20 Minuten Flug in die Höhe von 8000 Metern, 30 Sekunden freiem Fall und circa 7 Minuten durch die Lüfte Gleiten hatte sie wieder festen Boden unter den Füßen und war überglücklich. Kurz nach ihr ist übrigens ein internationales Body-Painting Model gesprungen, das in einem Wettbewerb für Südafrika antritt und sich die Flagge auf den Körper hat malen lassen. Also richtige Promis um uns herum. Für uns ging’s dann weiter zum Bloubergstrand, der ganz in der Nähe lag und einen atemberaubenden Blick auf den Tafelberg bietet. Dort machten wir ein paar Fotos und ich genoss nochmal den letzten Blick auf das Symbol Kapstadts, bevor es weiter ging nach Muizenberg, da es in Blouberg durch den Wind einfach zu kalt war. Doch leider war es bezüglich des Windes auch in Muizenberg nicht viel besser und wir konnten uns nicht wirklich zum Sonnen an den schönen Strand mit den bunten Häusern legen. Also beschlossen Sarah, Katrin und ich kurzerhand, uns Surfboards auszuleihen und uns mal an den Wellen zu probieren. Yvonne war von ihren Adrenalinkicks noch so müde, dass sie sich in der Zeit im Pulli an den Strand setzte und ein paar Fotos von uns schoss. Nach  1 ½ Stunden waren wir fertig und hatten als Anfänger ein paar echte Erfolge: Katrin stand für ein paar Sekunden auf dem Brett, ich hab 4 Wellen richtig gut gekriegt und saß auf den Knien, genauso wie Sarah und am Ende stand ich für circa 2 Sekunden auf dem Board und war übertrieben stolz. Schnell haben wir uns umgezogen und uns auf den Weg nach Hause gemacht, fuhren durch ein Naturreservat mit wunderschönen Ausblicken und ganz vielen Kitesurfern. Zu Hause angekommen waren wir 4 total müde, tauschten noch alle Bilder der letzten 2 Wochen aus, kochten uns gemeinsam was Schönes und legten uns dann schon gegen 10 Uhr schlafen.

Am Samstag änderten sich unsere Pläne relativ schnell und wir fuhren nicht wie geplant an einen Strand in dem Nachbarort Gordons Bay, sondern empfingen die neue Mitbewohnerin und legten uns dann den ganzen Vor- und Nachmittag an den Pool und genossen die kräftigen Sonnenstrahlen. Am Abend gingen wir 4 Mädels dann ein letztes Mal gemeinsam in das Restaurant, in dem Katrin, Yvonne und ich damals auf unseren ersten gemeinsamen Abend miteinander angestoßen hatten. Eine letzte Runde Strawberry Mojito und ein letztes Sushi, ich werde es so vermissen! Aber noch mehr vermisse ich schon jetzt meine Mädels, mit denen ich 2 wunderschöne Wochen hatte, die ich nie vergessen werde, da einfach alles gepasst hat und wir coole und witzige Erlebnisse geteilt und entspannte, gemütliche Koch- und DVD-Abende hatten, an dieses WG-Leben hätte ich mich wirklich gewöhnen können…
Doch jetzt geht es weiter, sicherlich auch im Krueger Park mit netten Abenden J
Ich denk an euch und freu mich schon jetzt, euch in 4 Wochen alle wiederzusehen, denn bis dahin werdet ihr nicht viel von mir hören können. Drück euch!!!

 

  kurz vorm Start...

15März
2014

Mein letzter Tag in "Thandolwethu" :(

 

Heute war es also soweit: der große Abschied stand bevor und ich bin mit ganz gemischten Gefühlen in die Krippe gegangen. Einerseits bin ich irgendwo „froh“, dass ich die Zeit hinter mir habe, denn es gab, wie ihr wisst, schon viele Tiefen und eine Menge Dinge, die ich einfach nicht mochte oder nicht akzeptieren konnte. Aber andererseits hab ich mich natürlich eingelebt, war ein fester Teil des Tagesablaufes und hab mich an die Kinder gewöhnt und einige ins Herz geschlossen. Deshalb hab ich den Tag heute ganz besonders genossen und mir zum Abschluss noch einmal etwas ausgedacht: die Kinder lernen immer wieder die englischen Wörter für Früchte, also haben wir Ananas, Äpfel, Pfirsiche, Birnen und Bananen mitgebracht, sodass die Kleinen auch mal wissen, wie die Früchte überhaupt aussehen und vor allem wie sie schmecken. Nacheinander haben wir zuerst die 5-6-Jährigen und dann die 3-4-Jährigen nach draußen zu dem Früchtetisch geholt und ihnen die das Obst präsentiert und es rumgeben lassen. Als wir fertig waren, haben Katrin und ich das Obst geschnitten und sind in die beiden Räume gegangen, um es zu verteilen. So waren sowohl wir als auch die Kinder beschäftigt und hatten alle total Spaß, besonders bei der Limetten-Runde. Danach schrieben wir zusammen mit Thozama die Texte der Xhosa-sprachigen Lieder auf, die mir besonders gefallen haben und sie hat uns die Texte zusätzlich noch auf Englisch übersetzt. Jetzt weiß ich endlich, was ich die letzten acht Wochen jeden Morgen gesungen habe J Nachdem wir draußen mit den Kindern gespielt haben, wurde ich auf einmal von Thozama ins Büro gerufen, wo sie und Rena auf mich warteten. Sie bedankten sich für meine Arbeit und meine Zeit und gaben mir eine selbst gemachte Urkunde, ich hab mich soooooo sehr darüber gefreut!!! Wir machten noch ein paar Gruppenfotos mit allen Kindern und allen Betreuerinnen und um 12:30 Uhr war es dann endgültig: ich musste mich verabschieden und den Kindern ein letztes Mal „Goodbye“ sagen, diesmal gab es kein „See you on Monday“. Ich war wirklich sehr traurig, da natürlich dieser Tag zum Schluss nochmal wunderschön war; aber jetzt geht es weiter: Sonntag geht der Flieger zum Krueger Nationalpark und meine letzten vier Wochen stehen an, hoffentlich voller Abenteuer und wilder Tiere.

Übrigens: heute war ich im „Moyo“, ein Restaurant in Stellenbosch, in dem man auf Baumhäusern das riesige Buffet genießen kann. Es gibt Live-Musik, Gesichtsbemalung und eine wunderschönen Kulisse und Atmosphäre. Ich war schon zum zweiten Mal da und ich habe es nicht bereut: heute habe ich verschiedene Fischsorten probiert und Currys, gefolgt von zahlreichen Küchlein und andern süßen Leckereien, einfach köstlich! ;) Daneben gibt es noch ein riesiges Salatbuffet, unendlich viele Beilagen wie Spinat, Kürbis, Süßkartoffel-Püree, Couscous, Reis, Bohnen, Kichererbsen-Püree und und und… Voll gegessen fuhren wir dann nach Hause und legten uns ins Bett, um dann morgen wieder fit zu sein für den Beginn unseres letzten Wochenendes.

Ich hoffe sehr, dass ich euch auch aus dem Krueger Nationalpark schreiben kann, aber das Netz ist dort natürlich (und glücklicherweise) nicht so sehr ausgebaut und daher wird es schwieriger, neue Blogeinträge zu veröffentlichen. Ich freu mich aber schon jetzt darauf, euch dann zu Hause alles zu erzählen und Fotos zu zeigen, hoffentlich von Löwen, Giraffen und Co.

Ich denke an euch, eure Maike 

12März
2014

Montag und Dienstag in Thadolwethu, 10.&11. März

Zwei Tage, die unterschiedlicher kaum sein können: Am Montag hatten wir, obwohl wir jetzt 3 Volontäre sind, mal wieder einen kleinen Engpass an Personal, da Sonya und Antonia, die für die Babies verantwortlich ist, fehlten. So gab es nur die Köchin, Thozama und uns drei, also eigentlich keine Chance, etwas Ordentliches zu machen und mit der Hilfe der Betreuerinnen eine sinnvolle Beschäftigung hinzubekommen. Doch es lief überraschenderweise anders; die Köchin ging zu den Babies, wir spülten zu dritt und ich schrubbte noch eine halbe Stunde länger die Töpfe, während Katrin und Yvonne abwechselnd bei den Babies und den 3-4-Jährigen waren. Thozama war bei unseren Größten und beschäftigte diese mit dem Alphabet und den Zahlen von 1 bis 20 und zum Glück kam Rena und konnte die Mittleren betreuen. Als ich mit Spülen fertig war, malte ich den Kindern Arbeitsblätter, mit denen sie lernen sollten, eine „1“ zu schreiben, was in der Umsetzung sogar relativ gut funktionierte. Und dann kam das Highlight des Tages! Wir hatten Gesichtsfarbe mitgebracht und malten den Mädchen pinke und den Jungen neongrüne Muster ins Gesicht. Alle waren total still und gespannt und begutachteten sich gegenseitig und später uns Volontäre, als wir uns dann auch gegenseitig angemalt hatten. Wir spielten draußen für circa eine halbe Stunde und gingen dann wieder in die Klassenräume, wo Rena in dem einen und ich in dem anderen Raum eine Geschichte vorlasen, bevor es Mittagsessen gab. Insgesamt war es ein wirklich schöner und vor allem nicht so unglaublich anstrengender Tag, weil wir glücklicherweise nicht alleine gelassen wurden beziehungsweise die Kinder einfach gut beschäftigen konnten und immer etwas zutun hatten.

Am heutigen Tag sah das ganze da schon wieder anders aus: leider ist Katrin krank geworden und Yvonne und ich mussten alleine ins Projekt. Antonia war wieder da, Sonya ging allerdings auch wieder um 9 Uhr. Thozama hatte wie so häufig keine Lust, irgendetwas zu machen und hat die Kinder nur ein paar Minuten mit dem morgendlichen Singen beschäftigt. Dann ging’s sofort in die Klasse, jedoch ohne Aufgabe. Yvonne und ich versuchten also, so wie es die Betreuerinnen machen, das Alphabet vorzusprechen und die Zahlen zu üben, was circa 10 Minuten lang klappte, bis der Großteil die Konzentration verlor. Dann bauten wir nur noch darauf, dass die mitgebrachten Mandalas ihre entspannende Wirkung bei den Kleinen auslösen. Doch wieder ein Hindernis: Thozama musste wohl zum Arzt und wollte danach einkaufen, nur leider hatten wir keine Tinte mehr, um die Mandalas zu kopieren. Also haben wir kurzerhand selber Bilder gemalt, die die 5-6-Jährigen ausmalen konnten und sind kurz darauf mit ihnen nach draußen gegangen und haben Ball gespielt. An sich hört sich das ja alles relativ normal an oder zumindest machbar, was es natürlich mittlerweile auch ohne Schwierigkeiten ist, aber wenn ich daran denke, dass ich nicht als Angestellte oder ausgebildete Erzieherin in der Krippe bin, sondern als Volontärin, die die täglichen Aufgaben und das Programm mit den Kindern komplett übernehmen muss, dann komme ich mir einfach nur ausgenutzt und blöd vor. Um 13 Uhr war es dann geschafft und unser Transport erschien im Township, wir fuhren nur noch nach Hause und legten uns mit Kopfschmerzen hin, völlig fertig vom halben Tag.

Am Nachmittag allerdings gönnten Sarah aus meinem Apartment, Wiebke (eine Freundin aus Sarahs früherer Unterkunft) und ich uns noch etwas: wir fuhren nach Monkey Town und besuchten zahlreiche Affen, mit einigen von ihnen konnten wir richtig spielen und sie sogar füttern! Das war nach dem anstrengenden Tag in der Krippe dann genau das Richtige und wir hatten total Spaß J Insgesamt liefen wir circa 1 ½ Stunden durch den Park, sahen die verschiedensten Affenarten, berührten sogar die Hand eines Schimpansen, die (wie ihr gleich sehen werdet) viel menschlicher aussieht als man denkt, und wurden zum Schluss noch von ein paar Lemuren verabschiedet, die uns in ihrem Käfig bis zum Ausgang folgten. Am Abend kochten wir uns ein leckeres Curry zusammen, tauschten Bilder aus und ließen den Abend gemütlich bei einer DVD ausklingen.

 

Ich hoffe, euch allen geht es so gut wie mir hier, ich drück euch!! 

Unsere Krippe Die süße Kylee

12März
2014

Meine 7. und 8. Woche

So ihr Lieben, jetzt muss ich euch aber erstmal die allgemeinen Neuigkeiten erzählen: natürlich geht’s um meine beiden neun Mitbewohnerinnen, Katrin und Yvonne. Ich muss wirklich sagen, ich hätte es besser nicht treffen können, ich bin mega happy, dass genau die beiden zu mir und Sarah gezogen sind. Am Freitagabend vor 1 ½ Wochen kam Katrin direkt aus Neuseeland an, wo sie die letzten 2 Monate mit Reisen verbracht hatte. Wir haben uns von Anfang an total gut verstanden, waren noch schnell einkaufen, haben gekocht und gemütlich gequatscht. Am nächsten Morgen sind wir dann spontan mit dem Zug nach Kapstadt gefahren, um von dort aus ein Taxi nach Woodstock zum Old Biskuit Mill  zu nehmen. Das ist der Markt, der mir schon vor 4 Wochen eine Menge Geld aus den Taschen gezogen hat, was diesmal leider nicht viel anders war. Aber es hat sich gelohnt, denn ich konnte diesmal zusätzlich den Food Market genießen und Katrin und ich haben uns ordentlicht die Bäuche vollgehauen (es gab Beef-Sandwiches, Sushi, einen riesigen Smoothie und zum Nachtisch eine Rolo- und White Chocolate and Berry Tarte, yummy!). Um 14 Uhr wollten wir den Zug nach Hause nehmen, doch da dieser ausgefallen ist und wir 1 ½ Stunden am Bahnhof warten mussten, waren wir erst gegen 18 Uhr zu Hause und mussten direkt ins Clubhaus, um über’s Internet ein paar Dinge wegen Katrins Kreditkarte zu regeln. Somit waren wir leider nicht da, als Yvonne ankam und sie musste draußen auf uns warten. Die brachte dann direkt die nächste kleine Katastrophe mit, denn ihr Gepäck ist in Johannesburg geblieben. Abgehetzt fuhren wir zur Mall und kauften etwas zum Abendbrot ein, doch trotz des Stresses war direkt klar, dass wir drei uns super verstehen werden und auf einer Wellenlänge sind.
Das zeigte sich schon am nächsten Tag, denn wir gingen zusammen in den Gottesdienst der Bay Christian Family Church, den ich ja nun schon das zweite Mal erleben durfte (erinnert ihr euch an den Sektengottesdienst?) und waren alle derselben Meinung: die Lieder am Anfang sind der Wahnsinn, man kann total abgehen und mitfeiern, die Texte sind toll und haben eine wunderschöne Message, aber der Rest ist einfach nur schrecklich und man kann nicht glauben, dass so viele Menschen Mitglieder in solch einer Gemeinde sind. Der Gründer will einem tatsächlich weißmachen, dass Fakten änderbar sind, die Wahrheit jedoch nicht, mit dem Beispiel, dass die Bibel die Wahrheit ist, es aber ein Fakt ist, dass das Wetter sich ändert. An dieser Stelle habe ich dann wohl ein bißchen zu offensichtlich geschmunzelt und wurde dafür mit bösen Blicken bestraft. Zum Abschluss wurde natürlich wieder gefragt, ob wir sicher sind, dass wir am heutigen Tag in den Himmel kommen würden. Wer nicht, der hebe jetzt die Hand und werde zum besseren Menschen, dadurch dass ihm beim Gebet die Hand eines Priesters aufgelegt wird. Ihr seht selbst, es ist nicht ganz das, was wir aus Deutschland kennen.

Am Nachmittag zeigten Katrin und ich Yvonne unser Gelände, die beiden Pools, das Clubhaus und den Strand. Da nicht so gutes Wetter war und wir daher nicht zum Open Air Konzert nach Kirstenbosch fuhren, entschieden wir uns ins Casa del Sol zu gehen, um dort lecker zu Essen und auf unsere gemeinsamen 1 ½ Wochen anzustoßen.

Die nächsten Tage waren ruhig, Katrin und Yvonne hatten ihre Einführung ins System von Praktikawelten und den Ausflug nach Kapstadt, sodass ich den Montag und Dienstag noch alleine im Projekt war. Am Montagnachmittag chillten Sarah und ich am Pool und am Dienstag fuhren wir alle gemeinsam in die Shopping- Mall in Somerset West. Mittwoch haben mich dann die beiden zum ersten Mal in die Krippe begleitet und ich war wirklich gespannt, wie sich die Betreuerinnen bei so vielen und vor allem neuen Volontären verhalten würden. Der Tag war im Endeffekt total schön, denn wir starteten mit ganz vielen Liedern auf Englisch und Xhosa, was wir schon lange nicht mehr so ausführlich gemacht hatten, bastelten Masken mit den Kindern und spielten ewig draußen. Doch ich kam mir ein bißchen hintergangen vor, da sich auf einmal wieder Mühe gegeben wurde, was die letzten Wochen nicht in der Art der Fall war. Doch das sollte sich schon am nächsten Tag ändern und Yvonne und Katrin mussten die wirkliche Arbeit in der Krippe kennen lernen. Wir wurden von Anfang an alleine gelassen und mussten uns Aufgaben aus den Fingern saugen, völlig unvorbereitet. Auf einmal waren wieder alle Betreuerinnen weg und das einzige was uns blieb, war mit den Kindern zu malen oder zu puzzlen. Nach der Arbeit legten wir uns an den Pool, später musste sich Yvonne einschreiben und ich konnte skypen J So und mit einem leckeren Abendessen läuteten wir unser dur     chgeplantes Wochenende in Kapstadt ein…

Unser Beef-Sandwich auf dem Food MarketTücher über Tücher... Ja, wir haben Spaß :DFrozen Yoghurt in der Somerset Mall nach ausgiebigem ShoppenStromausfall in ganz Südafrika! Kein Mittagessen für die Kinder, sondern nur ihre Snacks: Chips. überall Masken.. :) Katrin bei den Babies

06März
2014

Kaum zu glauben, aber wahr…

Ich muss euch noch schnell über einen ganz besonderen Tag berichten: es war letzte Woche Donnerstag, mein erster Tag in der Krippe ohne Chrissi und ich habe mir echt viele Gedanken darüber gemacht, was wohl meine Aufgaben sein werden, wie die Kinder sind und vor allem, ob die Betreuerinnen mich dann ganz alleine lassen. Aber es war wirklich erstaunlich: beide Räume wurden mit Betreuerinnen besetzt, ich konnte meine mitgebrachten Mandalas verteilen und diese mit den Kindern ausmalen. Alle wirkten richtig entspannt, Wahnsinn! Danach sind wir raus gegangen und dann passierte etwas, was mich völlig überraschte: eines meiner Lieblingskinder stellte sich hinter mich, hielt mich am T-Shirt fest und ich lief langsam los, Asenathi folgte mir. Nach und nach kamen immer mehr Kinder, reihten sich auf, fassten sich an den Schultern an und bildeten einen kleinen Zug. Warum das so besonders ist? Weil 20 Kinder gleichzeitig beschäftigt wurden und völlig friedlich hinter mir her trotteten, die restlichen Kids Tore bildeten, unter denen wir durchlaufen sollten, und selbst die Betreuerinnen bei diesem Anblick anfingen zu lachen. So etwas habe ich in den letzten 6 Wochen kein einziges Mal erlebt und ich war völlig aus dem Häuschen. Hoffentlich geht das so weiter, ich bin schon so gespannt auf Montag und ich glaube tatsächlich, ich freue mich zum ersten Mal in die Krippe zu kommen. Jetzt kann ich die letzten zwei Wochen hier bestimmt noch richtig genießen!
Ich drück euch ganz fest, eure Maike 

02März
2014

Die Fortsetzung folgt...

Es geht weiter mit Tag Nr. 3:

Nach etwas zu wenig Schlaf, aber dafür einem gemütlichen Frühstück begann der dritte Tag unserer Tour im Tsitsikamma- Nationalpark etwa 2 Autostunden von unserem Backpackers entfernt. Dort war es mal wieder extrem heiß, doch wir machten uns mit der ganzen Gruppe auf den Weg und liefen entlang eines Urwalds: Lianen kreuzten unseren Weg (wir fühlten uns wie Tarzan und Jane), riesige Äste ragten von der einen zur anderen Seite des Pfades, Vögel zwitscherten und allerlei Unbekanntes gab seinen ganz eigenen Ton in den Wald. Wir liefen etwa eine halbe Stunde bis zu einer bekannten Stelle des Nationalparks, der sogenannten Suspension Bridge. Eine Brücke, die etwa 100 Meter lang ist und über dem Wasser hängt und somit zwei Seiten des Nationalparks miteinander verbindet. Wir liefen also rüber zur anderen Seite und hatten einen wunderschönen Blick auf die zuvor bewältigte Route durch den Park und konnten beim Rauschen des Wassers einen kleinen Moment entspannen. Doch vor uns lag der Rückweg, der sich anstrengender gestaltete als gedacht, denn er bestand leider nicht aus einem normalen Weg, sondern fast ausschließlich aus Treppen und gefühlt tausenden von ungleichen Stufen, die wir hochlaufen mussten, bis wir wieder unseren Anfangspunkt erreichten. Bei so einer unglaublichen Hitze von geschätzt 35 Grad war das ein ganz schöner Akt. Doch für ein paar von uns stand jetzt erst die richtige Herausforderung bevor: der Bungee-Sprung von der höchsten Bungee-Jumping Brücke der Welt, 214 Meter über einem Fluss durch den Wald. Einfach krank. Julia und die beiden Däninnen meldeten sich an und wurden vom Team von „facing adrenalin“ vorbereitet, Freddie und ich ließen uns als „Walker“ registrieren, was bedeutet, dass wir mit den Springern auf die Brücke dürfen, um diese anzufeuern und zu unterstützen. Wir sprangen also nicht, mussten aber trotzdem den ganzen Weg bis zur Plattform, von der aus gesprungen wird, hinter uns bringen, was mir schon vollkommen gereicht hat: eine wackelige Brücke, 214 Meter über dem Boden, Stahlgitter durch die man durchgucken konnte und die einem Schwindel bereiteten. Nach gefühlt einer halben Ewigkeit kamen wir an und wurden vom restlichen Team begrüßt und nach dem Schlusswort ging die Party dann los: ein DJ spielte einen Hit nach dem nächsten, solche Musik sollte es mal in den Clubs geben! Wir tanzten und beobachteten die ersten Leute bei der Vorbereitung für ihren Sprung, die einen aufgeregt, panisch, manche mit Tränen in den Augen, die anderen voller Vorfreude und selbstbewusst, als wären sie schon zigmal gesprungen und hätten keine Probleme mehr damit, sich von einer Brücke wie dieser zu stürzen. Julia gehörte zum Beispiel Letzeren an, doch das sollte sich noch gewaltig ändern. Nach circa 15 Sprüngen, die natürlich alle gut ausgegangen sind, war sie dann an der Reihe, wir machten noch Fotos zusammen und jubelten ihr zu. Dann ging es los. Zwei Männer halfen ihr, ganz an den Rand der Brücke zu springen, weil Julias Beine unten an den Knöcheln zusammengebunden waren, da dort das Seil befestigt wurde. Dank einer Kamera, die genau auf ihr Gesicht zeigte, konnten wir alles genau miterleben und erkennen, dass sie zwar lächelte, aber mit dem ersten Blick in die Tiefe ganz schnell ihre Lockerheit verlor. „5,4,3,2,1 BUNGEE“ brüllten die Männer und schuppsten Julia von der Brücke, sie flog kopfüber nach unten und fiel 5 Sekunden lang komplett frei mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 120 km/h. Nach dem ersten Ruck wurde sie vom Seil wieder hochgezogen, fiel erneut runter, was sich noch 3 Mal so wiederholte. Als sie dann nur noch hing und nicht mehr hochgezogen wurde durch die Spannung des Bungee-Seils, sahen wir nur, wie sie immer wieder ihre Hände ans Gesicht legte, wir wussten natürlich nicht, was los war. Später erzählte sie uns, dass sie solch eine Angst hatte, dass die angefangen hat zu weinen, was mir total leid tat, denn sie sagte, sie konnte den Sprung überhaupt nicht genießen. Das bestätigte mich nur darin, dass es für diesen Tag zumindest die richtige Entscheidung war, nicht zu springen. Wir liefen zurück über die grausame Brücke, den Blick dauerhaft nach oben gerichtet, um ja nicht nach unten zu schauen und alle waren komischerweise total kaputt, sodass wir uns erstmal etwas zu essen bestellten, bevor wir weiterfuhren. Viel Programm hatten wir aber glücklicherweise auch nicht mehr und nach 2 Stunden Fahrt kamen wir am Myoli Beach an, für mich der schönste Strand, den ich bisher gesehen habe. Hinter den Dünen lag direkt unser Backpackers, ein wahrer Traum. Sofort liefen wir zum Strand und genossen den Sonnenuntergang, der etwas ganz besonderes war, da die Sonne die vielen, verstreuten Wolken in ein rötliches Licht tunkte. Nachdem die Sonne verschwunden war, liefen wir die 100 Meter zurück zum Backpackers und aßen draußen am Lagerfeuer, wo wir später am Abend Marshmallows grillten und gemütlich quatschten. Mit Julia hatte ich so viel zu bereden, dass wir unser Gespräch vor unserem Zimmer noch fortsetzten, als die Bar dann schließen musste. Gegen 1 Uhr gingen wir ins Bett und hatten uns fest vorgenommen, um halb 6 am Morgen aufzustehen, um uns am Strand den Sonnenaufgang anzugucken.

 

Tag 4:

Natürlich haben wir es NICHT geschafft, pünktlich aufzustehen, im Gegenteil, wir verschliefen sogar noch und kamen nicht so ganz pünktlich zum Frühstück. Also schnell ein bißchen Joghurt mit Früchten und dann ging’s weiter zum letzten Highlight unserer Tour, dem Lions Walk. Das war wirklich der Hammer! Wir wurden von einem Löwentrainer abgeholt und bei 38 Grad und brüllender Hitze zu zwei Löwen gebracht. Einer von den beiden Jungtieren, die aber trotz ihres jungen Alters schon riesig sind (vor allem die Zähne!), war weiß, der andere normal braun gefärbt, wie man es kennt. Sie hießen white und naughty und lagen ganz relaxed im Schatten, angelehnt an einen Baumstamm. Wir machten die ersten Fotos mit den Löwen und gingen dann zusammen mit ihnen und 3 Männern los auf unsere einstündige Tour durch die aufgehitzte Savanne. Auch jetzt kann ich es kaum glauben, dass echte Löwen vor mir hergelaufen sind, teilweise direkt an mir vorbei, mich angeguckt haben und umher getobt sind. Wir streichelten sie einige Male und bekamen gezeigt, dass Löwen sogar auf Bäume klettern können. Es war ein fantastisches Ereignis, das ich sicherlich nie vergessen werde! Für einige von uns ging es nach dem Mittagessen noch weiter auf Safari, Julia, Freddie und ich wurden allerdings zum Strand von Mosselbay gefahren, da wir zusammen im Krueger Nationalpark ja noch genügend Safaris machen werden. Wir genossen also die Sonne, die wirklich an diesem Tag besonders stark war und ließen die letzten Tage Revue passieren. Um 15 Uhr wurden wir wieder abgeholt und machten uns endgültig auf den Heimweg, der leider noch 4 ½ Stunden dauerte. Müde, aber voller Erfahrungen und Erlebnisse kamen Chrissi und ich dann zu Hause an, kochten uns noch schnell etwas und fielen dann glücklich ins Bett.
Es war wirklich ein grandioses Wochenende! :)

 

Guten Morgen :) Blick von der Route 62 Kiss Kiss Mal wieder ein paar Strauße füttern.. Ostrich-Kebab The eye of the tiger Nach dem Kanu fahren Jane ;) Suspension Bridge Bungeeeeeee Die ganze Truppe :) Unser letztes Backpackers direkt am Myoli Beach Kuschelstunde

26Februar
2014

4day Garden Route (Tag 1&2, 14.&15.02.)

Es ist soweit, ich kann euch endlich von meinem wunderschönen Wochenende erzählen! Wie ihr wisst, war ich wieder unterwegs, diesmal von Freitag bis Montag, in einem Bus mit insgesamt 8 Leuten und unserem Guide Isaac. Um halb 7 am Morgen ging es für Chrissi und mich los, wir holten die anderen beiden Teilnehmerinnen aus Strand ab, Julia und Friederike, mit denen wir uns sofort richtig gut verstanden haben, und genehmigten uns einen frischen Kaffee bei Mecces in Kapstadt, da wir dort etwas länger auf zwei Däninnen und ein Ehepaar aus Chile warten mussten. Alle eingetroffen machten wir uns dann auf den Weg: wir fuhren circa 5 Stunden auf der Route 62, einer Straße durch Wein- und Farmland, umgeben von Bergen und grünen Hügeln, sodass man meint, es gäbe keine andere Straße in ganz Südafrika außer dieser. Die Umgebung war teilweise so spannend und atemberaubend (auch wenn das Wetter leider nicht so gut war), dass ich trotz Müdigkeit meine Augen einfach offen halten wollte, um die Bergketten und ihre Gesteinsmuster zu verfolgen, die von grün über rötlich bis violett reichten. Dieser erste Teil wird dem Namen Garden Route auf jeden Fall gerecht, denn es ist grün wie in einem riesigen Garten. Um 12 Uhr machten wir einen kurzen Stopp an einer Bar, die man selbst im Reiseführer finden kann, mit dem Namen Ronnie’s Sex Shop; ein Kabuff mit herunterhängenden BHs und Slips von angeblichen Gästen. Hier gab uns Isaac das erste Savanna Dry aus, um uns auf die restlichen Abende in den Backpackers einzustimmen. Hier gilt die Regel kein Bier/Cidre vor 4 also anscheinend NICHT! ;) Gegen 14 erreichten wir das erste Highlight unserer Tour: die Elefanten! Wir befanden uns in einem Reservat, in dem auch Safaris angeboten werden, und durften mit einem Ranger zusammen auf Bulelo reiten. Der Name bedeutet übersetzt „danke“ und wir konnten uns für diese Erfahrung wirklich nur bedanken. Es war unglaublich, so hoch oben auf einem Elefanten zu sitzen, jeden Schritt dieses Dickhäuters zu spüren, gemütlich den beiden anderen Elefanten zu folgen und ab und zu Bulelo ein Stück Zucchini anzureichen, das er dann mit seinem Rüssel in den Mund schiebt. Nachdem alle mal oben gesessen hatten, durften wir die 3 Kolosse sogar noch füttern und richtig knuddeln, denn sie legten ihren ganzen langen Rüssel um unseren gesamten Körper und hielten uns fest. Einfach der Wahnsinn! Und sowas schon am ersten Tag, wo soll denn das noch hinführen?                                  Weiter ging es dann zu einer Straußenfarm in Oudtshoorn, einem Ort, der durch die Strauße vor vielen Jahren reich geworden ist, da sich diese hier aufgrund des passenden, wüstenartigen Klimas niedergelassen hatten und man mit den Federn in der Modebranche sehr viel Geld verdienen konnte. Damals waren Straußenfedern so viel wert wie Gold! Wir bekamen also eine richtige Führung durch die Straußenfarm, hatten die Chance, den liebsten Strauß namens Betty zu füttern und einen Kuss von ihr zu bekommen (ihr werdet es auf den Bildern später sehen) und sogar auf einem Strauß zu reiten. Julia und Freddie haben sich daran versucht, was extrem witzig aussah, da Strauße bis zu 80 km/h schnell werden können, womit man einfach nicht rechnet.                                                                                                                         Gegen 18 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft, ein sauberes und schönes Backpackers mit einem Pool, riesigen Außenbereichen und einer schönen Bar. Hier aßen wir zu Abend, es gab Ostrich (Strauß)- Kebab und Ostrich-Würstchen, passend zu unserem vorherigen Programm. Den Abend ließen  wir zu viert ausklingen, quatschten noch ein bißchen und fielen dann zufrieden in unser Hochbett J

Tag 2:

 

Der zweite Tag begann leider nicht so gemütlich wie der vorherige aufgehört hatte: um Punkt 8 mussten wir für die Weiterfahrt fertig sein und eine Stunde später erreichten wir die Cango Caves, Höhlen unter den Black Mountains, die durch mal mehr mal weniger große Gänge miteinander verknüpft und somit zu erreichen sind. Unsere Tour mit fast 30 Leuten begann in den beiden größten Höhlen, die der Legende nach von einem Schäfer, der auf der Suche nach seinem verlorenen Schaf war, gefunden wurden. Nach und nach wurden dann immer mehr Wege und neue Höhlen entdeckt und mit verschiedensten Titeln beschrieben: so gibt es zum Beispiel die Höhle „Good and Bad“, was damit zutun hat, dass man auf der einen Seite mit viel Phantasie das Gesicht eines Teufels erkennen kann, und auf der anderen Seite ganz deutlich ein Kreuz zu sehen ist (manche erkennen zusätzlich eine Bibel und einen Taufstein). Die Verbindungswege wurden nach und nach spürbar enger und nach circa 40 Minuten Führung ging dann der Abenteuerteil los: Wir ließen unsere Kameras und andere Gegenstände zurück und kletterten eine schmale Leiter hoch, um zu den abenteuerlicheren Wegen zu gelangen und die zweite, mittelschwere Route unterhalb der Berge zu beginnen. Nach 4 Höhlen, die unter anderem die Namen Königs- und Liebeshalle trugen, erreichten wir dann eine Stelle, an der es nicht für alle von uns weiterging. Denn dort begann die Route 3 mit den beiden engsten und schwierigsten Verknüpfungsstellen, genannt Devil’s Chimney  und Devil’s Postbox (Schornstein und Briefkasten des Teufels). Ich habe echt gezögert, aber letztendlich stieg ich in den Schornstein und kletterte 3-4 Meter hoch bis ich endlich wieder waagerechten Höhlenboden erreichte; erster Teil überstanden, jetzt gibt es kein Zurück mehr. Wir kletterten nochmal einen Pfad hoch, bis wir dann die Postbox erreichten und auf dem Bauch robben mussten, um vorwärts zu kommen. In diesem Briefkasten angekommen mussten wir uns um 180 Grad drehen und mit den Füßen zuerst durch eine schmale Öffnung nach unten rutschen, ohne zu wissen, wann wir mit unseren Füßen den Boden erreichen. Doch die Teilnehmer, die diesen Part schon hinter sich hatten, halfen uns und hielten uns fest. Geschafft! Jetzt hatten wir nur noch den gesamten Rückweg vor uns, denn bisher wurde noch kein andere Ausgang gefunden bzw. nur der eine Eingang; somit durchliefen wir alle zusammen noch einmal den Hinweg und konnten die Höhlen ein zweites Mal bestaunen. Völlig kaputt kamen wir draußen an der frischen Luft an und ruhten uns so gut es ging im Bus aus, denn wir waren schon auf dem Weg zum nächsten „Muss“ der Garden Route: die Cango Wildlife Ranch, ein Traum für jeden Tierliebhaber. Geparden, weiße Tiger, Krokodile, Schlangen, Affen, Vögel und noch so einiges mehr tummeln sich auf dem riesigen Gelände. Leider hatten wir nicht genügend Zeit, um eine komplette Tour durch den Park zu machen, denn eigentlich steht dieser Ort nicht auf dem Plan der 4-tägigen Tour (unser Fahrer Isaac war aber so nett, mit uns dort hinzufahren, mit der Voraussetzung, dass wir alle auf ein Mittagessen verzichten). Also wollten wir in 1 ½ Stunden so viel wie möglich erleben und konnten uns glücklicherweise für zwei encounters anmelden, also unsere beiden Favoriten unter den oben genannten Tieren besuchen. Ich war natürlich bei den kleinen weißen Tigern am Start, was unglaublich niedlich war! Einer von den beiden (Sitara, übersetzt Stern) ist die ganze Zeit rumgelaufen, während sich der andere im Schatten von mir hat streicheln lassen. Nach ein paar Minuten ist aber auch die Schmusekatze Suri (übersetzt Prinzessin) ins Wasser gestolpert und ich konnte viele coole Fotos machen. Mein zweiter Besuch galt den Lemuren, bekannt aus dem Film „Madagascar“, kleine lustige Affen, die, sobald ich mich auf einen Stein gesetzt hatte, sofort angesprungen kamen und sich auf meinem ganzen Körper verteilt haben, während sie von einem Mitarbeiter mit Früchten gefüttert wurden. Ich hatte einen Lachanfall nach dem nächsten, weil sich 5 Affen gleichzeitig auf meinem Kopf, meinen Beinen und meinen Armen befanden und an mir hoch und runter geklettert sind. Nach ein paar Minuten war das Spektakel leider schon vorbei und wir mussten weiterrasen, aber dieser Zwischenstopp war alle Anstrengungen wert.                                 Unseren nächsten Halt machten wir im Ort Wilderness um in einem Naturschutzgebiet Kanu zu fahren. Das Wetter war den ganzen Tag schon nicht so gut und wir waren schon mittags kaputt von den letzten 6 Stunden voller Programm, sodass Chrissi und ich die Tour im Kanu nicht so ganz genießen konnten. Aber eine coole Erfahrung war es trotzdem und vielleicht versuch ich’s zu Hause noch einmal, wenn ich etwas ausgeruhter bin. Nach einer Stunde auf dem Wasser und einem Klamottenwechsel, weil wir komplett nass vom Paddeln waren, fuhren wir noch etwa zwei Stunden bis zu unserem zweiten Backbackers in Jeffreys Bay, einem bekannten Surfer-Ort mit der Garantie für die perfekten Wellen. Dort hatten wir ein eigenes Häuschen, das nur durch eine Steintreppe vom Strand getrennt wurde, was eine super Sicht aufs Meer und den aufsteigenden Mond garantierte. Kurz nach der Ankunft wurden wir in der Bar des Backpackers erwartet und hatten ein leckeres Curry zusammen und später ein paar Drinks mit den vielen anderen jungen Leuten aus dem Hostel. Und auch wenn ich totmüde war, ein bißchen hab ich’s noch ausgehalten und hatte letztendlich einen witzigen Abend mit Julia, Freddie, Chrissi, den Däninnen und Leuten aus England, Frankreich, Brasilien, Argentinien und Angola. So schnell lernt man Leute kennen J)

26Februar
2014

Erste Verbesserungen & ein Abschied

Hallöchen zusammen :)
Endlich finde ich Zeit euch mal wieder zu schreiben, es ist schon sooooo viel Zeit vergangen… Aber es gibt einfach so viele Dinge, die wir auch unter der Woche unternehmen, dass mir nach dem Projekt kaum Zeit zum Berichten bleibt. Aber jetzt gerade bin ich nicht wie sonst immer in der Krippe, sondern mach’s mir hier auf der Wiese zu Hause gemütlich und kann euch schreiben. Der Grund dafür ist, dass ich mir „frei genommen“ habe, um meine liebe Mitbewohnerin Chrissi richtig zu verabschieden, denn sie ist für mich wirklich eine Freundin geworden, und da ich nicht mit zum Flughafen fahren kann ohne auch noch dafür zu bezahlen, wollte ich wenigstens noch in Ruhe mit ihr frühstücken und ein letztes Mal am Strand von Strand spazieren gehen. Jetzt ist sie also unterwegs und ich habe genügend Zeit  meine Erlebnisse der letzten Tage und sogar Wochen auf Papier zu bringen bzw. auf meinen Laptop und dann auf den Blog ;)

Ich fange mal mit den frischesten Ereignissen an, die mir noch im Kopf rumschwirren und mich echt glücklich stimmen: die letzten beiden Tage in der Krippe waren viel, viel besser als zuvor. Warum plötzlich? Eigentlich kann ich das gar nicht so genau sagen… Denn wir wurden wie zuvor von den anderen Betreuerinnen alleine gelassen (obwohl ich mehrere Male versucht habe zu erklären, dass wir ohne sie aufgeschmissen sind), hatten keine Ahnung, was nun auf der Tagesordnung steht, denn an diese wird sich so oder so nie gehalten, und mussten somit wie schon so häufig 40 Kinder beschäftigen, die nicht ruhig zu kriegen sind und schon gar nicht auf uns „Lungus“ hören. So werden wir jeden Morgen von den Kinder begrüßt und zwischendurch auch genannt, was so viel bedeutet wie „Weiße“, nett oder? Aber selbst daran gewöhnt man sich und genau das ist ein Grund, weshalb die letzten Tage sich so anders angefühlt haben; ein paar Kinder haben mich zum ersten Mal mit meinem richtigen Namen angesprochen, ich bin aus allen Wolken gefallen, auch wenn ich ab und zu „Maika“ war oder „Michael“ wie Michael Jackson gerufen wurde. Aber das ständige „No Lungu, my name is Maike“ hat sich dann wohl doch gelohnt. Ich habe das Gefühl, dass die Kinder sich wirklich an mich gewöhnt haben und mich in mancherlei Hinsicht sogar akzeptieren und meine Aufmerksamkeit schätzen, denn alle 2 Minuten wird mir ein Bild gezeigt oder ich soll schauen, wie leer der Teller schon ist oder wie toll sie am Klettergerüst hängen können. Ganz süß war auch, als einer meiner Lieblinge den Daumen hochgemacht hat, während ich ein afrikanisches Lied mitgesungen habe, so als würde er mich loben, weil ich schon ein paar Wörter und Liedtexte aufgeschnappt habe. Diesem Jungen konnte ich gestern sogar beibringen, seinen Namen zu schreiben, und mit ein paar anderen habe ich vor einer Tafel gesessen und ihre Namen angeschrieben, sodass sie den jeweiligen immer wieder unter mehreren erkennen mussten. Mit so einem Erfolg hab ich nach den ersten Wochen wirklich nicht mehr gerechnet und mittlerweile bin ich echt froh, dass ich noch zwei Wochen mit den Kleinen verbringen darf, wer weiß, was sonst noch so passiert…

Am Freitag und am Samstag kommen übrigens die beiden neuen Mitbewohnerinnen an, Katrin und Yvonne heißen sie und beide fangen am Mittwoch danach in meinem Projekt an. Ich bin total gespannt und hoffe, dass ich mich gut mit ihnen verstehe, um dann den ein oder anderen Ausflug mit ihnen zusammen machen zu können. Alleine sind die Unternehmungen meiner Meinung nach nur halb so cool J Jetzt setz ich mich auf jeden Fall erstmal an die anderen Berichte von den beiden vergangenen Wochenenden und versuche alles Wichtige für euch zu rekonstruieren ;) Ich drück euch, eure Maike 

18Februar
2014

DANKE!!!

Hallöchen!!!

Bevor ich gleich anfange, von meinem meeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeega geilen Wochenende zu berichten oder zumindest anzufangen, den Eintrag vorzubereiten, habe ich mir noch eine andere Sache vorgenommen…                                                                                                                                                                                                           Ich möchte mich bei euch allen für eure lieben Nachrichten, Kommentare, E-mails usw. bedanken! Ich freu mich über jeden einzelnen Gruß aus der Heimat und mein Herz macht immer einen kleinen Satz, wenn ich lese, dass schon wieder ein neuer Kommentar erschienen ist. Ihr macht mir so viel Mut und gebt mir so viel Energie, weiterhin alles zu genießen und abzuspeichern und mich nicht unterkriegen zu lassen von den Dingen, die nicht so toll laufen. Danke dafür und entschuldigt, dass ich kaum antworten kann; die Zeit und die Internetverbindung lassen es oft nicht zu. Aber ich denke an euch und kann es nicht erwarten, euch wieder um mich zu haben und von allen Dingen „live“ zu berichten!

Ich drück euch!!!

18Februar
2014

Woche 4 und 5 :)

Ein riesiges Hallo an alle :)
Mein letzter Eintrag liegt ja jetzt schon 2 Wochen zurück, „shame on me“, dass ich euch so lange nichts geschrieben habe. Im Allgemeinen: mir geht es sehr gut hier! Mit Chrissi verstehe ich mich super, wir unternehmen echt viel zusammen. Letzte Woche waren wir in einer Mall ganz in der Nähe von uns Shoppen, am etwas weiter entfernten Strandabschnitt haben wir einen ganzen Tag verbracht und waren abends lecker essen und Cocktails trinken und am Donnerstag hatten wir ein wunderschönes und vor allem köstliches Picknick beim Sonnenuntergang, um die Nachmittage nach dem Projekt etwas schöner zu gestalten.                                                                                                                                In der Krippe hat sich nicht viel getan, es ist immer noch schwierig an die Kinder ranzukommen und die Betreuerinnen machen es uns nicht gerade einfacher. Leider gab es auch schon wieder so einen blöden Zwischenfall; die Baby-Betreuerin, die auch schon das letzte Mal die Kinder so angeschrien und geschlagen hat, hat mal wieder einen Grund dafür gefunden und direkt losgelegt. Diesmal bin ich aber dazwischen gegangen und habe sie gefragt, was das schon wieder soll und dass es keinen Grund gibt, die Kinder zu bestrafen. Ich habe mit den Kindern gespielt und ihnen einen Parcours aus Stühlen aufgebaut, anhand dessen sie die Farben lernen sollen. Sie durften erst auf den nächsten Stuhl springen, wenn sie dessen Farbe auf Englisch gesagt haben. Das war ihr anscheinend zu viel Action oder zu fremd und sie hat sich bei einer anderen Betreuerin, die wir sehr mögen, darüber ausgelassen. Wir sollen Initiative zeigen, aber eigentlich ist es dann doch nicht erlaubt, etwas Neues auszuprobieren. Wir sollen nicht bei normalen Aufgaben wie Spülen oder Kochen helfen, sondern uns um die Kinder kümmern, aber können dort gleichzeitig alles nur falsch machen, besonders, wenn wir alleine mit 40 Kindern in 2 engen Räumen sind. Wir gehen jetzt einfach so schnell wie möglich mit den Kindern nach draußen und spielen wenigstens Ball mit ihnen oder, wie letzten Mittwoch Donnerstag, basteln mit ihnen Valentinstagskarten und gestalten ein Poster mit ihren Fotos und dem jeweiligen Namen und Geburtstag. So haben wir eine Beschäftigung und können die Kinder vom gegenseitigen Schlagen abhalten, zumindest manche.

Achtung, jetzt mach ich noch einen größeren Zeitsprung! Denn von dem Wochenende vor 2 Wochen habe ich euch noch nichts erzählt. Wir sind Donnerstag schon gestartet und haben uns nach der Arbeit auf den Weg nach Kapstadt gemacht, um dort bei einem guten Essen und leckeren Cocktails in Annis Geburtstag reinzufeiern. Wir haben uns, wie auch schon beim letzten Aufenthalt in Kapstadt, ein Backpackers gesucht, um günstig zu übernachten, und sind dann auf zur Waterfront, um den Abend dort zu verbringen. Das Essen war ein Highlight: ich habe Kudu-, Springbok- und Straußensteak probiert; letzteres hat mir nicht so gut geschmeckt, aber auch das war so eine Grillplatte trotzdem wert. Am nächsten Tag haben wir ein paar größere Straßen Kapstadts zu Fuß abgeklappert, schließlich gibt es noch so einiges mehr als nur die Waterfront und die Long Street. Dieser Trip hat sich dann bis in den Nachmittag gezogen und wir mussten uns beeilen, um noch rechtzeitig zum Lion’s Head zu kommen, denn der Sonnenuntergang von diesem Berg aus soll wahnsinnig schön sein. Leider hatten wir dann aber kein Glück mit dem Wetter und es hat sich kaum gelohnt, den ganzen Weg dort hoch zu marschieren (es war echt anstrengend nebenbei!), sodass wir auf mehr oder minder halbem Weg umgekehrt sind und den Rückweg sogar bei Regen bestreiten mussten. Aber trotz des Regens war die Aussicht vom Parkplatz des Lion’s Head auf die Lichter der statt großartig! Den weiteren Abend verbrachten Chrissi und ich dann alleine, Anni gab vor, ihr sei übel und sie wollte nicht mitkommen, um ihren Geburtstag zu feiern. Wir vermuten, wir haben sie nicht genügend entscheiden lassen und auf sie gehört, dann kam das schlechte Wetter und alles war in ihren Augen ruiniert. Dass sie nachts um halb 12 auf einmal unterwegs war, können wir uns bis heute nicht erklären… Wie dem auch sei, der Abend mit Chrissi war toll, wir waren in einer afrikanischen Bar namens „the diplomatic“, wo man auch typisch afrikanische Gerichte bestellen konnte und nicht so sehr von Touristen, sondern vielmehr von Einheimischen umgeben war. Mit dem Bar-/Restaurantbesitzer Chris haben wir uns so gut verstanden, dass wir am nächsten Morgen wieder auf einen Kaffee vorbeikamen. Kurz darauf ging unsere Reise dann mit dem Zug weiter nach Muizenberg, ein traumhafter Badeort mit einem wunderschönen, goldgelben Strand, auf dem sich bunte Häuschen aufreihen und dem Bild etwas ganz Eigenes verleihen. Zum ersten Mal hatten wir richtigen Strand und richtiges Meer, das dazu noch glasklar und gar nicht mal so kalt war, ein Traum! In diesem Moment wäre ich nirgendwo lieber gewesen, endlich kann ich das behaupten. Chrissi und ich wollen versuchen, nächste Woche noch einmal nach Muizenberg zu fahren, denn am Mittwoch verlässt sie mich schon und fährt nach Hause in die Schweiz. Da muss es also einen gebührenden Abschied geben.

Es folgen ein paar Bilder, vielleicht könnt ihr ja erkennen, welche Bilder wozu passen ;) Ich drück euch ganz fest,

eure Maike :)

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